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Marie S.-Curie Actions

Europäische Charta für Forschende und Verhaltenskodex für die Einstellung von Forschenden

Die Europäische Kommission hat im März 2005 mit der Europäischen Charta für Forscher und dem Verhaltenskodex für die Einstellung von Forschern/innen eine Empfehlung für verbesserte Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen für hochqualifizierte Forschende in Europa verabschiedet. Diese Empfehlung wurde vom Rat der Europäischen Union ausdrücklich begrüßt.

Die Charta und der Verhaltenskodex sollen dazu beitragen, best practice im Hinblick auf Arbeits- und Anstellungsbedingungen junger Forschender in Europa zu etablieren. Ziel dieser Bemühungen ist es außerdem, durch eine Optimierung der Forschungsbedingungen und den Ausbau der Forschungsmobilität einen attraktiven Arbeitsmarkt für Wissenschaftler/innen in Europa zu schaffen.

Es steht den Wissenschafts- und Forschungs(förder-)einrichtungen grundsätzlich frei, die Charta und den Verhaltenskodex zu unterzeichnen und die dort festgelegten Prinzipien anzuwenden. Artikel 32 der Muster-Finanzhilfevereinbarung weist allerdings darauf hin, dass die Zuwendungsempfänger alle Maßnahmen ergreifen müssen, um die vorgenannten Prinzipien umzusetzen. Insbesondere in den Marie Skłodowska-Curie Actions wird im Kontext der Innovative Training Networks (ITN) und im Kontext der Kofinanzierung von regionalen, nationalen und internationalen Stipendienprogrammen (COFUND) vielfach auf die Inhalte von Charta und Kodex Bezug genommen.

Liegt eine offizielle Entscheidung der Institution vor, Charta und Verhaltenskodex zu unterzeichnen, kann diese der Europäischen Kommission (GD Forschung & Innovation) schriftlich, zum Beispiel in Form eines Rektoratsbeschlusses, in englischer Sprache mitgeteilt werden, damit die Einrichtung auf die Liste der Unterzeichner im EURAXESS-Portal aufgenommen werden kann.

In Deutschland haben bis 2018 insgesamt 35 Einrichtungen die Charta unterschrieben.