Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen

EIC-Pathfinder

Der Pathfinder zielt auf visionäre und radikal neue Technologien ab, die entscheidende Transformationen im gesellschaftlichen Leben bewirken können und zugleich globale Herausforderungen adressieren sowie neue Märkte erschaffen können. Zu diesem Zweck unterstützt der Pathfinder das Streben nach wissenschaftlichen Durchbrüchen, die solche Technologien ermöglichen können. Im Fokus steht dabei der Aufbau wissenschaftlicher Fundamente zur Stützung derjenigen bahnbrechenden Technologien, welche das Potential zur Verwirklichung disruptiver Innovationen vorweisen. Pathfinder-Projekte sollen frühe Stadien der Entwicklung technologischer Ideen fördern, die sowohl hohe Risiken als auch große Chancen bergen, und dafür im Spektrum von TRL 1-4 agieren.

Antragsberechtigt sind Konsortien aller wissenschaftlichen Disziplinen und Technologiesektoren beispielsweise bestehend aus Universitäten, Forschungseinrichtungen, KMUs, Start-ups, natürlichen Personen oder Industriepartnern. Dabei müssen mindestens drei Partner aus drei unterschiedlichen Ländern in einem Pathfinder-Projekt involviert sein.

Für den Prozess der Antragsevaluierung und die Bekanntgabe ihres Ergebnisses werden fünf Monate anberaumt, so dass im Erfolgsfall der Fördervertrag (Grant Agreement) insgesamt acht Monate nach der Call-Deadline unterzeichnet werden könnte.

Ergänzend zur avisierten Fördersumme von 3 Mio. EUR, die in begründeten Fällen auch noch steigerbar ist, dürfen Pathfinder-Projekte bis zu drei Mal hintereinander jeweils maximal 50.000 EUR beantragen, um zusätzliche Schritte hinsichtlich Kommerzialisierung zu unternehmen oder die Umsetzung von Portfolio-Aktivitäten voranzutreiben. Die Förderung solcher Zusatzaktivitäten setzt voraus, dass diese nicht schon im ursprünglichen Pathfinder-Antrag beschrieben sind. Alle genannten Förderoptionen werden ergänzt durch den ohnehin freien Zugang der Konsortien zu Business Acceleration Services und Partnering-Events.

Zum Ende von EIC Pathfinder-Projekten wird das sogenannte „Proof of Principle“ als wesentliches Projektziel angestrebt sowie die Validierung der wissenschaftlichen Basis zukünftiger Technologien. Die Projektergebnisse sollten zudem in wissenschaftliche “top level”-Publikationen inkludiert werden, die Open Access veröffentlicht wurden.

Für den Übergang zu weiteren Förderinstrumenten wie zum Beispiel dem EIC Transition ist es erforderlich, einen adäquaten Schutz des geistigen Eigentums aus Pathfinder-Projekten (IPR-protection) sicher zu stellen.