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COVID-19

Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf F&I

Forschung und Innovation (F&I) liefern Antworten auf wichtige gesellschaftliche Fragen und leisten somit auch einen bedeutenden Beitrag zur Bewältigung der Covid-19 Pandemie.

Auf die Ausbreitung der Pandemie reagierte die Europäische Union mit diversen politischen Initiativen und mobilisierte finanzielle Mittel zur Krisenbewältigung. Die „Corona-Krisenreaktion“, koordiniert durch die Europäische Kommission, stellt gezielt Mittel zur Finanzierung von globalen Maßnahmen, die den uneingeschränkten Zugang zu Tests, Behandlungen und Impfungen gewährleisten sollen, bereit. Allein durch den Spendengipfel „Global Goal: Unite for Our Future“ im Juni 2020 wurden 6,15 Mrd. EUR von globalen Interessengruppen zugesagt. Infolgedessen konnte die EU bereits mit verschieden Maßnahmen auf die Pandemie reagieren, wie z.B. der Förderung von internationalen Kooperationsinitiativen wie z.B. der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI).

Der ERAvsCorona Action Plan bietet einen Rahmen für die koordinierte Forschung und Innovation zur Bekämpfung des Coronavirus. Der Action Plan enthält 10 kurzfristige Maßnahmen, welche die Koordination und Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission und den EU-Mitgliedstaaten stärken sollen, mitunter durch die Verbesserung des Datenaustauschs der Forschungsergebnisse. Um noch gezielter auf die Covid-19 Pandemie reagieren zu können, sollen unter anderem neue Finanzierungsmöglichkeiten, insbesondere für Forschungs- und Innovationstätigkeiten gegen Covid-19, geschaffen werden. Zusätzlich sieht der Action Plan vor, den Zugang zu Forschungsinfrastrukturen zu verbessern. 

Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf Horizon 2020 Projekte

Durch die voranschreitende Ausbreitung der Pandemie konnten die Forschungsprojekte unter Horizon 2020 teilweise nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Gemeinsam mussten Rahmenlinien für die Geförderten geschaffen werden, die einen flexiblen Umgang mit dem Budget- und Zeitmanagement ermöglichen.

So können zum Beispiel Forschungsprojekte in bestimmten Situationen verlängert oder der Starttermin von Projekten verschoben werden. Außerdem werden Telearbeit bzw. Homeoffice empfohlen und die dadurch (zusätzlich) entstehenden Kosten sind über das Projekt abrechenbar, selbst wenn Telearbeit nicht übliche Praxis der Einrichtungen ist. Forschende, die eine Möglichkeit sehen, das Projekt thematisch auf die Covid-19 Forschung auszurichten, können dieses Vorhaben mit der zuständigen Exekutivagentur besprechen und umsetzten. Die Fördersumme, die im Fördervertrag festgelegt ist, kann jedoch nicht erhöht werden.

Sollte es zu Abweichungen im Ablauf von Horizon 2020 Projekten kommen, können zusätzliche Informationen über das FAQ for beneficiaries auf dem Funding & Tender Opportunities Portal abgerufen werden.

Open Science und Krisenkommunikation

Um die Zugänglichkeit zu Forschungsergebnissen zur Bekämpfung von Covid-19 zu fördern, wurden verschiedene Plattformen für die Forschenden eingerichtet, welche das Teilen und Veröffentlichen der Ergebnisse ohne Verzögerung und Open Access ermöglichen. Somit sollen Synergien zwischen den Horizon 2020 Projekten begünstigt werden.

Das Manifest für Covid-19-Forschung bietet einen Rahmen für den Umgang mit Forschungsergebnissen bezüglich der Prävention, Tests und Behandlung von Covid-19. Das Manifest zielt darauf ab, den Zugang zu den Forschungsergebnissen zu erhöhen und bietet den Begünstigten von EU-Forschungsförderung Leitlinien zur Veröffentlichung und Verbreitung der Ergebnisse. Zur Unterstützung stehen u.a. verschiedene Plattformen zur Verfügung, wie z.B. die Horizon Results Plattform und das European COVID-19 Data Portal. Die Beteiligung an dem Manifest ist freiwillig und hat keine rechtsbindenden Konsequenzen für die Unterzeichner. Das Manifest wurde im April 2020 veröffentlicht und wurde bis Oktober 2020 bereits von mehr als 2000 Teilnehmenden unterzeichnet.

Das Funding & Tender Opportunities Portal wurde durch die European Research Area (ERA) corona plaform erweitert. Die Webseite gibt Auskunft über Fördermöglichkeiten im Bereich der Covid-19 Forschung, die aktuellen Verlängerungsfristen der Ausschreibungen und enthält das FAQ for beneficiaries.

Über die Horizon Results Platform können die Ergebnisse im Bereich der Covid-19 Forschung über eine spezielle Sektion veröffentlicht werden. Die Teilnehmenden können Angaben zu den noch benötigten Ressourcen, den Projektmitwirkenden, dem Themenbereich und dem Technology Readiness Level (TRL) machen, um verschiedene Akteure auf das Projekt aufmerksam zu machen.

Die Coronavirus research and innovation website, eingerichtet von der Europäischen Kommission und verwaltet von der Generaldirektion Kommunikation, bietet die Möglichkeit, Informationen in Bezug auf die Forschungs- und Innovationsfinanzierung der EU abzurufen. Außerdem erhalten Interessierte eine Übersicht über die Ergebnisse und Auswirkungen der Covid-19 Forschung in den jeweiligen „Research and Innovation Areas“, welche in Echtzeit auf der Webseite hochgeladen werden. Die Webseite ist darauf ausgerichtet einen Überblick über die politischen Unterstützungsmaßnahmen der EU in Bezug auf Forschung und Innovation in der Covid-19 Forschung zu geben und zeigt auf, welche Fördermittel in welche Projekte investiert wurden.

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