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Antrag & Projekt

Prüfbescheinigungen (Audits)

Zur regelmäßigen Berichterstattung im Rahmen eines EU-Projekts gehört die Einreichung einer Bescheinigung über die Kostenaufstellung (Auditzertifikat), welche dem Nachweis der korrekten Abrechnung aller erstattungsfähigen Kosten dient.

Die Bescheinigungen (Zertifikate) über die Kostenaufstellung müssen im 7. Rahmenprogramm für EU-Beiträge ab EUR 375.000 (kumulativ) pro Partner von einem Wirtschaftsprüfer erstellt werden. Bei Projekten mit einer Laufzeit von 2 Jahren oder weniger ist eine Prüfbescheinigung von den Partnern grundsätzlich erst am Ende der Projektlaufzeit vorzulegen, wenn der kumulierte EU-Beitrag EUR 375.000 überschreitet. Für indirekte Maßnahmen bei denen die Erstattung ausschließlich über Pauschalbeiträge oder Pauschalsätze erfolgt, sind keine Prüfbescheinigungen erforderlich.

Projektpartner, die im Besitz eines Methodenzertifikates sind, müssen generell in allen Projekten erst zum Ende eine "vereinfachte" Prüfbescheinigung vorlegen.

Anders als im 6. EU-Forschungsrahmenprogramm, gibt es für die Auditoren nun eine vorformulierte Anleitung und Checkliste für die Prüfungsprozedur (siehe Musterfinanzhilfevereinbarung Annex VII, From D). Damit hat die Europäische Kommission Konsequenzen gezogen aus den großen Abweichungen in der Auditpraxis in FP6 und einen klaren Qualitätstandard bezüglich der Audits gesetzt, der für Auditoren und Projektteilnehmer gleichermaßen den Umfang der Audits von Beginn an deutlich macht.

Bei der Wahl des Auditors haben öffentliche Einrichtungen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zwei Möglichkeiten:
Entweder kann ein

  • externer Auditor (unabhängig und qualifiziert unter Richtlinie 2006/43/EG) eingesetzt werden
    oder ein
  • "competent public officer", z.B. ein Innenrevisor, der nicht in das Erstellung der "financial statements" involviert ist und durch eine nationale höherrangige Behörde bestätigt werden muss.