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Antrag & Projekt

Methodenzertifikate

Man unterscheidet zwei Typen des Methodenzertifikats:

  1. Methodenzertifikat zu Durchschnittspersonalkosten (Certificate on the methodology of average personnel cost - CoMAv): Einrichtungen, die Personaldurchschnittskosten abrechnen möchten, können sich ihre Methode der Berechnung zertifizieren lassen, dies ist jedoch nicht obligatorisch.
  2. Methodenzertifikat für Durchschnittspersonalkosten und indirekte Kosten (Certificate on the methodology), welches ebenfalls fakultativ eingereicht werden kann, wenn die Einrichtung mindestens 8 FP6- oder FP7-Finanzhilfevereinbarungen mit einem Beitrag von EUR 375.000 oder höher eingeworben hat oder mindestens 4 abgeschlossene FP7-Finanzhilfevereinbarungen bis zum 1. Januar 2010 mit einem Beitrag von EUR 375.000 oder höher vorliegen haben.

Je nach Methodenzertifikat ist das Antragsverfahren unterschiedlich:

Methodenzertifikat für Durchschnittspersonalkosten

Für das Methodenzertifikat zu Durchschnittspersonalkosten kann zur Zertifizierung ein "Report of factual findings" (Annex VII - Form E) zertifiziert durch einen Auditor (Innenrevision oder externer Auditor) per e-mail an die Europäische Kommission eingereicht werden: RTD-FP7-Average-Personnel-Rate-Certification(at)ec.europa.eu. Grundlage für die Prüfung bildet eine Kriterienkatalog, der im Annex II, Art. 14 der Finanzhilfevereinbarung festgelegt ist.

Die Beantragung kann frühestens nach Start des 1. FP7-Projekts des Vertragnehmers geschehen.
Die Zustimmung der Europäischen Kommission erfolgt innerhalb von 60 Tagen, ggf. werden Anmerkungen über notwendige Veränderungen gemacht.

Das Methodenzertifikat zu Durchschnittspersonalkosten ist anschließend für alle Verträge unter FP7 gültig, es sei denn Änderungen im Buchhaltungssystem der zertifizierten Einrichtung treten auf. Bescheinigungen über die Kostenaufstellung (Auditzertifikate) bei einer EU Finanzbeihilfe ab EUR 375.000 sind in diesem Fall jedoch weiterhin fällig.

Methodenzertifikat für Personal- und indirekte Kosten 

Dieses Methodenzertifikat kann von erfahrenen Zuwendungsempfänger, die regelmäßig an Projekten des 7. FRP teilnehmen und ggf. auch bereits am 6. FRP beteiligt waren, beantragt werden.

Für das Methodenzertifikat für Durchschnittspersonalkosten und indirekte Kosten muss zunächst eine formlose Anfrage mit der Angabe relevanter Vertragsnummern (aus FP6, in Zukunft auch FP7) per e-mail an die Europäische Kommission unter RTD-FP7-Cost-Methodology-Certification(at)ec.europa.eu erfolgen. Die Annahme bzw. Ablehnung des Antrags durch die Europäische Kommission erfolgt innerhalb von 30 Tagen. Erst danach ist es möglich, alle weiteren Unterlagen an dieselbe e-mail Adresse der Europäischen Kommission zu senden.

Das Methodenzertifikat für Durchschnittspersonalkosten und indirekte Kosten ist ebenfalls für alle Verträge unter FP7 gültig, außer Änderungen im Buchhaltungssystem der zertifizierten Einrichtung treten auf. Bescheinigungen über die Kostenaufstellung (Auditzertifikate) sind hierbei jedoch nur am Projektende fällig, was zu einer enormen Ersparnis an Auditkosten führt.