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EU-Kommission veröffentlicht Aktionsplan zu Kritischen Rohstoffen

11. Sep 2020

Die Europäische Kommission hat am 3. September mit der Mitteilung „Widerstandsfähigkeit der EU bei kritischen Rohstoffen: Einen Pfad hin zu größerer Sicherheit und Nachhaltigkeit abstecken“ einen Aktionsplan zu Kritischen Rohstoffen vorgelegt. Der Aktionsplan stellt vier Ziele für die EU in den Mittelpunkt:

  • Entwicklung belastbarer Wertschöpfungsketten für die industriellen Ökosysteme der EU
  • Verringerung der Abhängigkeit von primären kritischen Rohstoffen durch zirkuläre Ressourcennutzung, nachhaltige Produkte und Innovation
  • Stärkung der nachhaltigen und verantwortungsvollen inländischen Beschaffung und Verarbeitung von Rohstoffen in der Europäischen Union
  • Diversifizierung der Versorgung durch nachhaltige und verantwortungsvolle Beschaffung aus Drittländern, Stärkung des regelbasierten offenen Rohstoffhandels und Beseitigung von Verzerrungen im internationalen Handel

Um diese Ziele zu erreichen, werden zehn konkrete Maßnahmen skizziert, darunter die Einrichtung einer Europäischen Rohstoffallianz, die in den kommenden Wochen ins Leben gerufen werden und allen relevanten Interessensträgern, u.a. explizit Forschungs- und Technologieorganisationen, offenstehen soll.


Zudem betont der Aktionsplan die Rolle von Forschung und Innovation. Bereits ab 2021 soll u.a. im Rahmen von Horizon Europe F&I zu kritischen Rohstoffen in den Bereichen Abfallverarbeitung, moderne Werkstoffe und Substitution und zu umweltfreundlicheren Verfahren für die Ausbeutung und Verarbeitung kritischer Rohstoffe angestoßen werden.
Weiterhin sollen Fachwissen und Kompetenzen in den Bereichen Bergbau-, Förderungs- und Verarbeitungstechnologien entwickelt und strategische internationale Partnerschaften aufgebaut werden.