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EMPIR - European Metrology Innovation Research Programme

Am 22. April 2009 verabschiedete das Europäische Parlament und der Ministerrat das Metrologie-Forschungsprogramm „European Metrology Research Programme“ (EMRP), mit dem auf Grundlage von Artikel 185 des Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) Forschungsaktivitäten und Ressourcen der europäischen Metrologie-Institute zusammengeführt werden sollen. Nachfolgeprogramm wird das „European Metrology Programm for Innovation and Research“, das von der European Association of National Metrology Institutes (EURAMET) durchgeführt werden wird. Am 15. Mai 2014 beschlossen das Europäische Parlament und der Rat die Beteiligung der Union an dem gemeinsam durchgeführten Metrologie-Programm für Innovation und Forschung (EMPIR).

Ziele

Entsprechend dem Beschluss von Parlament und Rat verfolgt EMPIR folgende Ziele:

"a) die Bereitstellung integrierter und zweckdienlicher Metrologielösungen zur Unterstützung der Innovation und der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sowie von Messtechnik zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie Gesundheit, Umwelt und Energie einschließlich Unterstützung für die Entwicklung und Umsetzung politischer Strategien;

b) die Schaffung einer integrierten, europäischen Metrologieforschung mit einer kritischen Masse und einem aktiven Engagement auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene." [pagebreak]

Organisation und Beteiligung

Ausgangspunkt für die Implementierung des EMPIR-Vorgängers EMRP war das ERA-NET Plus „iMERA Plus“, das 2007 im Rahmen von FP7 eingeführt wurde.

Mitglieder der aktuellen Gemeinschaftsinitiative EMPIR, an der sich die Union beteiligen wird, sind 28 Staaten. Verantwortlich für die Programmdurchführung ist die europäische Metrologieorganisation EURAMET e.V. („European Association of National Metrology Institutes“), die gemeinsame Dachorganisation der Metrologieinstitute in Europa mit Sitz in Braunschweig.

Zu den am EMPIR beteiligten Partnerländern gehören neben den EU-Mitgliedstaaten Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Schweden, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Vereinigtes Königreich auch die an das Rahmenprogramm assoziierten Länder Bosnien-Herzegowina, Norwegen, Serbien und die Türkei; die Schweiz ist weiteres Mitglied.

Budget

Für die Laufzeit des 7. Forschungsrahmenprogramms stand ein Gesamtbudget von 400 Mio. EUR zur Verfügung, das zu jeweils 50% aus öffentlicher und privater Hand bereitgestellt wurde. Zur Zeit laufen die Vertragsverhandlungen zwischen Kommission und EURAMET, u.a. auch zur finanziellen Ausstattung, die zu je gleichen Teilen aus Horizon 2020 und den teilnehmenden Ländern bestritten werden soll.  

Ausschreibungen

Weitere Informationen und Einzelheiten zu aktuellen Ausschreibungen finden sie auf dem EURAMET Participant Portal. Unter der Seite "Downloads" stehen die für eine Antragstellung erforderlichen Unterlagen zur Verfügung