Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen

Über KoWi

Struktur und Finanzierung

Die „Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen“ (KoWi) ist die gemeinsame Serviceplattform der im „Verein zur Förderung der europäischen und internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit e.V.“ zusammengeschlossenen großen deutschen Wissenschaftsorganisationen. Als sog. „Hilfseinrichtung der Forschung“ wird KoWi von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. KoWi unterhält Büros in Bonn und Brüssel.

Mandat

Das Mandat von KoWi ist im Rahmen der Satzungsänderung 2010 neu formuliert worden und lässt sich jetzt folgendermaßen beschreiben:

  • Information, Beratung, Schulung zur Europäischen Forschungsförderung für Forschende und Administratoren an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland;
  • gemeinsam mit den Mitgliedern des KoWi-Trägervereins Aufbau einer Institutionsgrenzen überschreitenden Beratungsexpertise zur Betreuung der neu entstehenden Kooperationen von Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland und Europa;
  • anlassbezogene Unterstützung der Mitglieder des KoWi-Trägervereins mit bedarfsgerechten Serviceangeboten.

Profil

KoWi ist Teil der wissenschaftlichen Selbstverwaltung, blickt auf 30 Jahre Erfahrung als Marke in Brüssel und Bonn zurück und verfügt am Standort Brüssel über gewachsene Verbindungen zu den Partnern aus Europa und den EU-Institutionen. KoWi bietet begleitende und strategisch-proaktive Services „aus einer Hand“, die Forschende, Administratoren und Institutionen bundesweit ansprechen und grundsätzlich alle Stufen der Forscherkarriere, alle Instrumente des Forschungsrahmenprogramms und alle Phasen eines EU-Forschungsprojekts abdecken.

Geschichte

Bei ihrer Etablierung im Jahr 1990 war KoWi im Kern eine Informationseinrichtung, die in der Zeit vor E-Mail- und Internetverbreitung über ihren exklusiven Brüsseler Standort schwer zugängliche Information aus der EU beschafft und kompakt an die Forschenden und Institutionen eines noch relativ einheitlich begriffenen nationalen Wissenschaftssystems weitergegeben hat; die Idee einer „Koordinierungsstelle EG“ trug dieser Aufgabenbeschreibung Rechnung.

Nach 2000 gewannen die Orientierung am Prinzip des Wettbewerbs und der Bedarf an Kooperation über die institutionellen Grenzen hinweg im deutschen Wissenschaftssystem deutlich an Bedeutung. Der KoWi-Trägerverein hat diese Entwicklungen aufgenommen und im Sommer 2008 eine Reform beschlossen, die mit der entsprechenden Satzungsänderung im Frühjahr 2010 auch formal wirksam geworden ist. Heute lässt sich KoWi als strategisch ausgerichtete Agentur beschreiben, die der institutionell ausdifferenzierten deutschen Forschung individuelle Services anbietet und die Zusammenarbeit im Trägerverein beim Aufbau einrichtungsübergreifender Beratungsexpertise unterstützt. Dieser Veränderung entspricht die neue Bezeichnung „Kooperationsstelle EU“.