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ERC in Horizon 2020

Der European Research Council in „Horizon 2020“ (2014-2020)

Im kommenden Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union „Horizon 2020“ (2014-2020) wird dem European Research Council (ERC) eine zentralere Rolle zukommen. Für die Implementierung der ERC-Förderlinien sollen laut Vorschlag der Europäischen Kommission 13,2 Mrd. EUR (15 Mrd. EUR unter Einbeziehung der Inflation zwischen 2014 und 2020) zur Verfügung stehen. Demnach stiege das Budget des ERC um rund drei Viertel im Vergleich zum 7. Forschungsrahmenprogramm (7. RP) und würde etwa 17% des Gesamtbudgets von „Horizon 2020“ (rund 80 Mrd. EUR) ausmachen.

Der ERC mit seinen Förderprogrammen wird im ersten Block des Forschungsrahmenprogramms („Excellent Science“) verortet sein, in dem „bottom-up“-Förderinstrumente wie die „Marie Curie Actions“ und „Future and Emerging Technologies“ (FET) zusammengeführt werden. Dies soll das Exzellenzniveau in der europäischen Wissenschaft erhöhen und Europa zu einem attraktiven Standort für die weltweit besten Forscher/innen machen, um Europas Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Förderprinzipien

Die Grundprinzipien der ERC-Förderung wie die themenoffene Förderung neuartiger und teils risikoreicher Grundlagen- bzw. Pionierforschung bleiben erhalten. Das alleinige Auswahlkriterium für die Vergabe der Grants ist die wissenschaftliche Exzellenz des eingereichten Projektantrags sowie des Antragstellenden.

Die Programme des ERC sollen innerhalb Europas Grundlagen- bzw. Pionierforschungsprojekte unterstützen, die sich durch innovative und interdisziplinäre Ansätze auszeichnen. Dazu fördert der ERC einzelne Wissenschaftler/innen und deren Forschungsteams nach dem „bottom-up“-Prinzip, d.h. es können Forschungsprojekte aus allen wissenschaftlichen Disziplinen beim ERC eingereicht werden. Antragsberechtigt sind Forschende jedweder Nationalitäten und aller Fachbereiche, die in Europa ein Forschungsprojekt durchführen wollen. Bei den Förderlinien setzt der ERC auf weitgehende Kontinuität im Vergleich zum 7. RP. Die einzelnen Förderlinien richten sich an:

  • exzellente Wissenschaftler/innen, die am Anfang ihrer Forscherkarriere stehen und den Übergang in die berufliche und wissenschaftliche Unabhängigkeit erlangen wollen;
  • herausragende etablierte Wissenschaftler/innen;
  • Forschende, die neue Wege der interdisziplinären Zusammenarbeit beschreiten, um bahnbrechende Forschungsergebnisse zu ermöglichen; und
  • ERC-Geförderte, die Forschungsergebnisse aus dem ERC-Grant auf ihr Innovations- und Kommerzialisierungspotential prüfen wollen.

Um die Ziele des Blocks „Excellent Science“ zu verwirklichen, kann der ERC im Laufe des Rahmenprogrammes zudem neue Förderlinien einführen und flexibel auf neue Anforderungen reagieren.

Aufbau und Struktur

Das wissenschaftliche Leitungsgremium des ERC, der ERC Scientific Council, soll in seiner Unabhängigkeit im neuen RP weiter gestärkt werden: Laut Vorschlag der Europäischen Kommission soll das jährliche ERC-Arbeitsprogramm nur dann von der Kommission verändert werden können, wenn es den rechtlichen Grundlinien des Horizon 2020-Programms widerspricht. Zudem soll ab 2014 ein hauptamtlicher Präsident für die Dauer von vier Jahren ernannt werden (einmalige Wiederernennung möglich), der/die dem ERC Scientific Council vorsitzen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit der ERC-Exekutivagentur (ERCEA) sicherstellen soll.

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