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Verbundforschung
Schlüsseltechnologien (KET - Key Enabling Technologies)
Am 30.09.2009 veröffentlichte die Europäische Kommission eine Mitteilung “An die Zukunft denken: Entwicklung einer gemeinsamen EU-Strategie für Schlüsseltechnologien”. Die Mitteilung ist Teil der Entwicklung der EU-Industriepolitik und nunmehr auch im Kontext der Europa 2020-Strategie sowie im Rahmen der Leitinitiativen „Industriepolitik im Zeitalter der Globalisierung“ und „Innovationsunion“ zu sehen.
Der Prozess soll diejenigen Schlüsseltechnologien (Key Enabling Technologies) ermitteln, welche zur Stärkung der industriellen und technologischen Kapazität der EU im Hinblick auf die Bewältigung der anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen beitragen können.
Am 13. Juli 2010 setzte die Kommission eine hochrangige Sachverständigengruppe, ein, um binnen eines Jahres eine gemeinsame längerfristige Strategie und einen Aktionsplan für Schlüsseltechnologien zu erarbeiten.
Diese „High Level Expert Group (HLG) on Key Enabling Technologies (KETs)“ besteht aus 27 Repräsentanten der Mitgliedstaaten, der europäischen Industrie, der Forschungsgemeinschaft und der Europäischen Zentralbank. Deutsche Vertreter sind Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Dr. Wolfgang Plischke, Vorstandmitglied der Bayer AG, Dr. André Koltermann, Leiter der strategischen Forschung der Süd-Chemie AG, Jochen Homann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und Dr. Peter Bauer, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG.
Im Mittelpunkt der Arbeit standen folgende drei Bereiche:
- Bewertung der Wettbewerbssituation relevanter Technologien in der EU vor allem in den Bereichen industrieller Einsatz und Beitrag zu Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen
- Tiefenanalyse der verfügbaren öffentlichen und privaten F&E Kapazitäten für die KETs in der EU (auf sämtlichen Ebenen)
- Erarbeiten spezifischer Politikvorschläge für den effektiveren industriellen Einsatz der KETs in der EU
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Forschungsergebnisse in diesen Bereichen besser für die industrielle Produktion und Dienstleistungen nutzbar gemacht werden können. Der erste Zwischenbericht wurde im Februar 2011 vorgelegt, das Abschlussdokument mit insgesamt elf Empfehlungen an die Politik wurde am 28. Juni 2011 veröffentlicht.
Die bereits erwähnte Mitteilung der Europäischen Kommission vom 30.09.2009 wurde durch das Arbeitsdokument “Current situation of key enabling technologies in Europe” ergänzt. Darin werden folgende sechs Technologiebereiche als vorrangig für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie identifiziert:
- Nanotechnologie: Entwicklung von intelligenten Nano- und Mikrosystemen. Weitere Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Gesundheit, Umwelt und Energie
- Mikro- und Nanoelektronik: Zum Beispiel Halbleiter, die für alle Arten von Produkten und Dienstleistungen benötigt werden, die intelligente Kontrollsysteme brauchen (insbesondere in den Bereichen Automobile, Transport, Luft- und Raumfahrt)
- Photonik: Technologische Basis für die Umwandlung von Sonnenlicht in Energie im Bereich der erneuerbaren Energien
- Materialwissenschaften: Herstellung immer leichterer Materialien, die den Ausstoß vom Kohlendioxid mindern und die natürlichen Ressourcen schonen
- Biotechnologie: Sauberere und nachhaltigere Prozessalternativen für die Industrie und den Sektor der agrarischen Lebensmittel
- Fortschrittliche Fertigungssysteme: Querschnittsthema, das alle fünf Bereiche tangiert
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High-Level Expert Group on Key Enabling Technologies: Final report
[de] High-Level Expert Group on Key Enabling Technologies: mid-term working document
[en] Mitteilung der Kommission: Preparing for our future: Developing a common strategy for key enabling technologies
[en]
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