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Verbundforschung

Future and Emerging Technologies (FET)

Das Programm "Future and Emerging Technologies" (FET) dient der Erkundung unkonventioneller neuer Forschungsideen und Themen, die bestehende Paradigmen in Frage stellen und entscheidende Impulse für technologische Veränderungen geben könnten. Es soll riskante und langfristige Grundlagenforschung im Bereich der neuen Technologien ermöglichen, die dafür nötige Wissensbasis und Infrastruktur schaffen und multidisziplinäre und internationale Kooperation stärken. Das Konzept basiert auf Exzellenz, umfasst aber auch die Sondierung vorwettbewerblicher Ideen für die künftige Gestaltung von Technologie.

Dahinter steht die Erkenntnis, dass die Finanzierung unkonventioneller Forschung im Bereich neuer Technologien kurzfristig sehr riskant ist, sich aber auf lange Sicht in Form technologischer Innovation und Wettbewerbsfähigkeit auszahlt und zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen kann. In den vergangenen Rahmenprogrammen konnten durch das FET-Programm vielversprechende neue Forschungsgebiete identifiziert werden, die heute zu den etablierten Themen gehören, so z.B. die Quanteninformationstechnologie und die Mikro- und Nanoelektronik.

Im 7. Forschungsrahmenprogramm (FP7) wurde FET als Unterprogramm des Themas "Informations- und Kommunikationstechnologien" (IKT)  gefördert. In Horizon 2020 ist die FET-Forschung nun nicht mehr thematisch zugeordnet, sondern als eigene Förderlinie im Programmteil "Excellent Science" angesiedelt. Dadurch soll das Innovationspotential radikal neuer Technologien auch über den IKT-Bereich hinaus erschlossen werden.   

Die bekannten Programmlinien aus FP7 bleiben erhalten:

  • FET Open für kleine Sondierungsprojekte im Frühstadium von Ideen,
  • FET Proactive für Projekte neu entstehender, transformativer Forschungsbereiche; zusätzlich werden im Rahmen von FET Proactive auch die Aktivitäten der PPP "High Performance Computing" gefördert
  • FET Flagships für großangelegte, visionäre Forschungsinitiativen.