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Verbundforschung

FET Proactive

FET Proactive dient der Förderung unkonventioneller und risikoreicher Grundlagenforschung zu ausgewählten Trends und Themen, mit dem Ziel, neue Forschungsgebiete zu erschließen, und deren Akteure zu vernetzen. Dieses Konzept vollzieht den Schritt von der Zusammenarbeit einer kleinen Zahl von Forschern hin zu einem Cluster von Projekten, die sich jeweils mit bestimmten Aspekten eines Forschungsthemas befassen und die Ergebnisse austauschen.

Die Programmlinie FET Proactive ist im Gegensatz zu FET Open themenspezifisch und an feste Ausschreibungen gebunden. Gefördert werden multidisziplinäre und internationale Forschungscluster, die nicht mehr nur neue Ideen verfolgen, sondern die Ausreifung von Konzepten und Trends zum Ziel haben. FET Proactive setzt also an, wenn die Grundlagenforschung ein neues vielversprechendes Gebiet aufgezeigt hat. Es fördert größer angelegte Forschungsanstrengungen, um wissenschaftliche oder technologische Hindernisse zu überwinden, bevor Themengebiete für die allgemeine industrielle Forschung interessant werden.

Die Themenwahl ist an aktuelle und sich abzeichnende gesellschaftliche und industrielle Herausforderungen gekoppelt. Konkret ergeben sich Themen aus der Weiterentwicklung erfolgreicher Initiativen vorheriger Ausschreibungen sowie der Einführung gänzlich neuer Themen. Diese werden in enger Zusammenarbeit mit Interessengruppen identifiziert, so z.B. die Themen für die Ausschreibung 2014, welche im Rahmen einer öffentlichen Konsultation für Horizon 2020 ermittelt wurden. Für künftige Ausschreibungen wird die FET Advisory Group, ein hochrangig besetztes Expertengremium, eine entscheidende Rolle bei der Definition der Themen spielen.

Darüber hinaus wird im Rahmen von FET Proactive mit einem speziellen Aufruf die Implementierung der Europäischen Strategie für Hochleistungsrechnen durch die Public-Private-Partnership (PPP) "High Performance Computing" unterstützt, deren Ziel u.a. die Weiterentwicklung des Hochleistungsrechnens in den Exascale-Bereich ist.

Themenfindung für das Arbeitsprogramm 2016-17

Im Mai 2014 führte die Europäische Kommission eine öffentliche Konsultation durch, um Themenvorschläge für die nächsten Ausschreibungen zu sammeln. Die Ergebnisse dieser Konsultation sind auf den Seiten der Europäischen Kommission nachschlagbar.

Auf der Grundlage von 500 eingereichten Beiträge wurden vier Themenbereiche für das Arbeitsprogramm 2016 - 2017 herausgebildet:

  • Future technologies for societal change

  • Biotech for better life

  • Disruptive information technologies

  • New technologies for energy and functional materials