teaser

Verbundforschung

IMI 2 - JTI Innovative Medicines Initiative

Die Public-Private Partnership "Innovative Medicines Initiative" wurde zu Beginn des 7. Forschungsrahmenprogramms als Joint Technology Initiative (JTI) etabliert und wird während der Laufzeit von Horizon 2020 und darüber hinaus bis 2024 als "Innovative Medicines Initiative 2" weitergeführt. Die bisherige "Innovative Medicines Initiative", ursprünglich mit einer Laufzeit bis Ende 2017, wird ab 2014 angepasst.

Ziel von IMI 2 ist die Förderung wissenschaftlicher und technologischer Durchbrüche bei der Entwicklung von Diagnoseverfahren, Impfstoffen, Medikamenten und therapeutischen Behandlungen um Gesundheit und Wohlergehen der europäischen Bürger zu verbessern. Damit soll ein wichtiger Beitrag zur Bewältigung der wachsenden Herausforderungen im Gesundheitsbereich geleistet werden und darüber hinaus die zukünftige internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Pharmaindustrie gestärkt werden. Ziel von EFPIA ist es, durch Überwindung von Engpässen bei der Entwicklung neuer pharmazeutischer Produkte die Industrie zu stärken und somit Europa eine dominierende Stellung in der Entwicklung neuer biomedizinischer Produkte zu verschaffen.

Die IMI 2 folgende hat vier Forschungsschwerpunktbereiche identifiziert, in denen in den nächsten Jahren gemeinsame Forschungsprojekte von Forscherinnen und Forschern zusammen mit den teilnehmenden Industrieunternehmen finanziell gefördert werden:

  • Target validation and biomarkers research (efficacy and safety) (Axis 1)
  • Adoption of innovative clinical trial paradigms (Axis 2)
  • Innovative Medicines (Axis 3)
  • Patient tailored adherence programmes (Axis 4)

Grundlage

Die Weiterführung der IMI JU für den Zeitraum 2014 - 2024 wurde von der EU-Kommission am 10. Juli 2013 offiziell vorgeschlagen und, nach einer Anhörung des Parlaments, vom Ministerrat am 6. Mai 2014 beschlossen.

Mitglieder dieser öffentlich-privaten Partnerschaft mit Sitz in Brüssel sind die Europäische Union, vertreten durch die Europäische Kommission und die pharmazeutischen Industrie, vertreten durch den Europäischen Dachverband der Arzneimittelunternehmen und -verbände (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations / EFPIA ).

Basierend auf einer Strategischen Forschungsagenda wird das Joint Undertaking ein zehnjähriges Programm zur Forschungsförderung umsetzen, das allen FuE-Akteuren aus den EU-Mitgliedstaaten und Assoziierten Staaten offensteht. Das gesamte Fördervolumen der JU beläuft sich auf ca. 3,28 Mrd. EUR, von denen 1,64 Mrd. EUR aus Horizon 2020 (SC1) bereit gestellt werden. Die EFPIA-Unternehmen stellen 1,425 Mrd. EUR als Sachleistungen bereit. Hinzu kommen die Beiträge andere Unternehmen aus dem Bereich der Lebenswissenschaften, wenn sie der IMI JU beitreten oder sich an Projekten beteiligen, so dass insgesamt von privater Seite ebenfalls 1,64 Mrd. EUR aufgewendet werden.