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Verbundforschung

Clean Sky 2 (CS 2) - JTI Aeronautics and Air Transport

Die Public-private partnership „Clean Sky” wurde zu Beginn des 7. Forschungsrahmenprogramms als Joint Technology Initiative (JTI) mit einer Laufzeit bis 2017 etabliert und wird ab 1. Januar 2014 bis 2024 als „Clean Sky 2“ weitergeführt.

Die Ziele sind die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Luftfahrtindustrie einhergehend mit geringerer Umweltbelastung durch Schadstoffemissionen und Lärm. Mit der Clean Sky 2 - Initiative sollen bis 2020 die CO2-Emissionen um 50%, die Stickoxidemissionen um 80% und die Lärmbelästigung um ebenfalls 50% gesenkt werden. Gleichzeitig soll für die Materialien und Komponenten der Flugzeuge eine Art ökologischer Lebenszyklus eingeführt werden, bei dem Entwicklung, Herstellung, Wartung und Entsorgung/Recycling berücksichtigt werden.

Clean Sky 2 gründet auf verschiedenen technischen Bereiche, die sogenannten „Integrierten Technologiedemonstrationssysteme“ (ITD) und „Innovative Flugzeug Demonstrator Plattformen" (IAPD):

  • Airframe ITD
  • Engines ITD
  • Systems ITD
  • Fast Rotorcraft IAPD
  • Large Passenger Aircraft IAPD
  • Regional Aircraft IAPD

Organisation

Die JTI wird umgesetzt von dem Gemeinsamen Unternehmen „Clean Sky Undertaking (CS JU)“ mit Sitz in Brüssel. Mitglieder des Gemeinsamen Unternehmens sind die Europäische Union, vertreten durch die Europäische Kommission, sowie Unternehmen und Forschungsakteure des Luftfahrtsektors (z.B. AgustaWestland, Airbus, Alenia, Dassault Aviation, EADS-CASA, Eurocopter, Fraunhofer Gesellschaft, Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH, Thales, Rolls-Royce, SAAB, Safran). Die Umsetzung folgt sowohl der Forschungsagenda, die das Beratende Gremium für Luftfahrt und Luftverkehr (ACARE - Advisory Council for Aeronautics Research in Europe) bis 2020 und im Jahr 2011 mit „Flightpath 2050“  festgelegt hat. Die Forschungsagenden stehen in Übereinstimmung mit den Verkehrspolitiken und –strategien der Europäischen Union.

Am 9. Juli nahm die JU offiziell ihre Tätigkeit auf und veröffentlichte ihre erste Ausschreibung.

Grundlage

Die Rechtsgrundlage für ein Gemeinsames Unternehmen im Sinne von Art. 185 AEUV ist eine Verordnung des Rates. Die Verordnung für Weiterführung der Clean Sky JU für den Zeitraum 2014 - 2024 wurde von der EU-Kommission am 10. Juli 2013 vorgeschlagen. Am 6. Mai 2014 verabschiedete der Ministerrat die Verordnung zur Einrichtung des Gemeinsamen Unternehmens (Joint Undertaking / JU) "Clean Sky 2". Die Verordnung wurde am 7. Juni 2014 im Amtsblatt L 169 der Europäischen Union veröffentlicht.

Basierend auf der Strategischen Forschungsagenda mit den oben genannten Zielen wird das JU ein zehnjähriges Programm zur Forschungsförderung umsetzen, das allen F&E&I-Akteuren aus den EU-Mitgliedstaaten und Assoziierten Staaten zur Teilnahme offensteht. Das gesamte Fördervolumen der JTI wird sich auf EUR 4,00 Mrd. belaufen, von denen EUR 1,80 Mrd. aus dem Horizon 2020-Haushalt kommen. EUR 2,19 Mrd. werden als Sachleistungen („in kind-contribution“) von den Mitgliedsunternehmen (EUR 1,23 Mrd.) und als Eigenanteil sonstiger an den Aktivitäten (EUR 0,96 Mrd.) der JU teilnehmender Einrichtungen beigetragen.

Ausschreibungen

Die erste Ausschreibung wurde am 9. Juli 2014 veröffentlicht. Sie umfasst 29 Topics mit einem Förderbudget in Höhe von EUR 205 Mio.. Für eine Teilnahme an der Ausschreibung notwendige Unterlagen und Informationen werden auf auf dem Teilnehmerportal der EU-Kommission und der Webseite der CS 2 JU zur Verfügung gestellt.