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Verbundforschung

BBI - JTI Bio-based Industries

Die Public-Private Partnership "Bio-based Industries" (BBI) wurde 2014 als neue Joint Technology Initiative in Horizon 2020 etabliert.

Diese JTI befasst sich schwerpunktmäßig mit der Umwandlung nicht essbarer Teile von Pflanzen (z. B. Holz, land- und forstwirtschaftliche Rückstände) und biologisch abbaubarer Abfälle in vielfältige biobasierte Produkte und Biokraftstoffe. Sie soll damit einen Beitrag dazu leisten, das Wirtschaftswachstum in Europa von Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung zu entkoppeln. Zudem wird erwartet, dass die Aktivitäten der JTI besonders in ländlichen Gebieten zu neuen Geschäftsmodellen und mehr Beschäftigung führen. 

Folgende konkrete Ziele sind damit verbunden:

  • Demonstration von Technologien, mit denen neue chemische Bausteine, neue Werkstoffe und neue Verbraucherprodukte aus europäischer Biomasse entwickelt werden können und die den Bedarf an fossilen Ausgangsstoffen ersetzen;
  • Entwicklung von Geschäftsmodellen, die die Wirtschaftsbeteiligten entlang der Wertschöpfungskette zusammenführen – von der Versorgung mit Biomasse über Bioraffinerien bis hin zum Verbraucher biobasierter Werkstoffe, Chemikalien, und Biobrenn- und –kraftstoffe; und
  • Aufbau von Bioraffinerie-Anlagen mit Vorbildcharakter, die Technologien und Geschäftsmodelle für biobasierte Werkstoffe, Chemikalien, Brenn und -kraftstoffe umsetzen und Kosten- und Leistungsverbesserungen in einem Maß aufweisen, dass sie gegenüber auf fossilen Ausgangsstoffen beruhenden Alternativen konkurrenzfähig macht.

Grundlage

Die Gründung der Joint Undertaking "BBI" mit einer Laufzeit von 2014 bis 2024 wurde von der EU-Kommission am 10. Juli 2013 offiziell vorgeschlagen und, nach einer Anhörung des Parlaments, vom Ministerrat am 6. Mai 2014 beschlossen.

Mitglieder dieser öffentlich-privaten Partnerschaft mit Sitz in Brüssel sind die EU, vertreten durch die Europäische Kommission, und als privater Teil der Partnerschaft das "Bio-based Industries Consortium BIC". BIC hat die Rechtsform einer "Internationalen Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht" (BIC AISBL) und besteht aus Partnern aus Großindustrie, kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) sowie Clustern und Netzwerken aus ganz Europa, die sich am Aufbau und an den Projekten der BBI beteiligen. Vollmitgliedschaft in BIC ist nur für Unternehmen und Unternehmensverbände möglich, als assoziierte Mitglieder können sich aber auch andere Rechtspersonen bewerben, die an den Aktivitäten von BIC interessiert sind.

Basierend auf einer Strategische Forschungsagenda setzt die Joint Undertaking BBI ein zehnjähriges Programm zur Forschungsförderung um, das allen FuE-Akteuren aus den EU-Mitgliedstaaten und Assoziierten Staaten offensteht. Das gesamte Fördervolumen beläuft sich auf 3,705 Mrd. EUR, von denen EUR 0,97 Mrd. aus Horizon 2020 und EUR 2,73 Mrd. von der Industrie, den Vollmitgliedern des BIC-Konsortiums, beigetragen wird.

Ausschreibungen

Eine neue Ausschreibung der JTI wurde am 19. April 2016 geöffnet, mit einer Einreichungsfrist für Projektvorschläge bis zum 8. September 2016. Der Annual Work Plan für 2016 mit Themen und Budgets für diese Ausschreibung wurde bereits veröffentlicht und ist auf dieser Seite abrufbar.

Aktuelle Informationen finden Sie auch auf dem Teilnehmerportal der EU-Kommission und der Webseite der BBI.