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Verbundforschung

BONUS - Joint Baltic Sea Research Programme

Die Ostsee und ihre Küsten sind von der kombinierten und zunehmend negativen Wirkung von Umweltverschmutzung, Klimawandel, Versauerung, Überbeanspruchung und Verlust der biologischen Vielfalt besonders betroffen. Um den Herausforderungen, denen sich der Ostseeraum gegenübersieht, begegnen zu können, wurde das „BONUS Joint Baltic Sea Research Programme“, auf Grundlage des Artikels 185 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AVEU), ins Leben gerufen.

Zielsetzung

Ziel ist es, die Forschungskapazität der Ostseeregion zu stärken, um eine nachhaltigere Entwicklung der Region zu gewährleisten. BONUS ist vollständig auf die Ziele der Europäischen Strategie für Meeresforschung und maritime Forschung und der EU-Strategie für den Ostseeraum ausgerichtet.

Durch das Programm sollen konkrete wissenschaftliche Ergebnisse geliefert werden, die die Einführung einer Meereswirtschaft mit Rücksicht auf ökosystematische Zusammenhänge im Ostseeraum erleichtern. Das Programm trägt dazu bei, Europa bei einer effizienteren Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen für Umweltschutz, nachhaltige Entwicklung, Fremdenverkehr, Aquakultur, Lebensmittelsicherheit und Seeverkehr in der Region zu unterstützen.

Organisation und Beteiligung

Um eine geeignete rechtliche Struktur für die Implementierung von BONUS zu schaffen, wurde im April 2007 das "Baltic Organisations Network for Funding Science EEIG" gegründet. Dem Sekretariat von BONUS EEIG mit Sitz in Helsinki obliegt die Verantwortlichkeit für die Programmdurchführung des BONUS -Programms.

Die ersten Länder, die sich beteiligten, waren Finnland, Schweden, Dänemark, Litauen und Estland, gefolgt von Polen und Lettland. Deutschland schloss sich im Dezember 2007 an, russische Forscher können auf der Basis gesonderter Abkommen an Projekten teilnehmen.

Budget

Für die Laufzeit des Programms (2008-2013) ist ein Gesamtbudget von 100 Mio. EUR vorgesehen, das zu jeweils 50% aus öffentlicher und privater Hand bereitgestellt werden soll. Die nationalen Fördermittel werden durch einen Gemeinschaftsbeitrag der EU von maximal 50 Mio. EUR ergänzt. Die Förderung unterliegt den jeweiligen nationalen Regelungen.

Ausschreibungen

BONUS wird in zwei Phasen durchgeführt: Einer ersten, strategischen Phase von 2010 bis 2011 folgt die Implementierungsphase von 2012 bis 2016. Während der ersten beiden Jahre wurde eine strategische Forschungsagenda (2011-2017) entwickelt, die Plattform der Stakeholders ("Bonus Forum") aufgebaut sowie die Durchführungsmodalitäten vorbereitet. Während der zweiten Phase sind mindestens drei gemeinsame Ausschreibungen geplant. Die Aufrufe sind gezielt auf große transnationale Partnerschaften/Konsortien ausgerichtet sein und beinhalten sowohl Forschungsthemen als auch die Entwicklung neuer Technologien, Schulungen und die Informationsverbreitung.

Aktuell gibt es keinen neuen Kommissionsvorschlag für die Fortführung dieser Initiative nach 2016.