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Zum Einstieg

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Horizon 2020

EU-Forschungsförderung – zum Einstieg

Die Forschungsförderung der Europäischen Union hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen; absehbar wird sich diese Entwicklung fortsetzen. Der folgende Text und die beigefügten Materialien führen zusammenfassend in die Hintergründe der EU-Forschungsförderung ein, nennen wichtige Prinzipien und Argumentationslinien und geben eine Reihe von allgemeinen praktischen Hinweisen zu Antragsstellung und Projektdurchführung.

Zur Geschichte der EU-Forschungsförderung

Den Kern der EU-Forschungsförderung bilden seit 1984 die sog. Forschungsrahmenprogramme (FRP), die in mehrjährigen Laufzeiten und mit unterschiedlichen Instrumenten Fördergelder zur Verfügung stellen; das kommende FRP "Horizon 2020" startet am 1. Januar 2014. Im Laufe der Zeit haben sich die Rahmenprogramme unter dem Einfluss des europäischen Einigungsprozesses und des weltweiten Wandels in den Systemen von Forschung und Forschungsförderung stark verändert.

Prägend ist dabei zunächst eine schrittweise Entwicklung der Programme hin zu größerer Wissenschaftsnähe. So wird der überwiegende Teil der Mittel mittlerweile von Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen abgerufen; eine starke, qualitätsorientierte Förderung von Grundlagenforschung, eigene Förderlinien für die Geistes- und Sozialwissenschaften und die wissenschaftsadäquate Öffnung aller Verfahren für die Zusammenarbeit mit außereuropäischen Partnern illustrieren diese Entwicklung.

Zugleich ist das ursprüngliche Konzept der EU-Forschungsförderung – Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie – immer präsent geblieben und hat zuletzt wieder deutlich an Bedeutung gewonnen. Als historischer Wendepunkt darf hier das 5. Forschungsrahmenprogramm gelten, dessen systematische Evaluierung die Notwendigkeit zeigte, den „Impact“ EU-geförderter Projekte im Hinblick auf marktfähige Produkte und Technologien zu steigern; seitdem versuchen die Forschungsrahmenprogramme der EU, Wissenschaftsnähe und Marktnähe im Spektrum ihrer Förderangebote zu verbinden.

Zur Entwicklung der EU-Forschungsförderung im Einzelnen: David/Gaul: „Forschungsförderung in Europa – eine Erfolgsgeschichte. Entwicklung und Funktion der Forschungsrahmenprogramme der Europäischen Union“; in: Wissenschaftsmanagement 2009, Heft 6, S. 20-25.