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EU-Forschungspolitik

Brexit

Nachdem das Vereinigte Königreich am 29. März 2017 mitgeteilt hat, dass es beabsichtigt, aus der EU auszutreten, werden derzeit die Modalitäten des Austritts verhandelt. Der Austritt tritt voraussichtlich im März 2019 in Kraft.

Im Dezember 2017 wurde zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU ein gemeinsamer Bericht („Joint Report“) ausgehandelt. Auf Grundlage dieses Berichts erarbeiten die beiden Parteien derzeit das Austrittsabkommen.

Der Joint Report sieht vor, dass Personen und Einrichtungen aus dem Vereinigten Königreich an allen Programmen des aktuellen mehrjährigen Finanzrahmens der EU (2014-2020) bis zu dessen Abschluss teilnehmen können und wie bisher gefördert werden. Dies schließt die uneingeschränkte Beteiligung an Horizon 2020 ein und gilt auch für Horizon 2020-Projekte, deren Laufzeit über 2020 hinaus andauert. Voraussetzung für die Förderung ist das Zustandekommen eines Austrittsabkommens mit den entsprechenden Vorgaben.

Für den Fall, dass kein Austrittsabkommen geschlossen wird oder dass entgegen den Zusagen im Joint Report keine Vereinbarung zur Förderung britischer Einrichtungen nach dem Austritt zustande kommt, hat die britische Regierung eine Garantie zur Übernahme der Kosten ausgesprochen. Britische Partner könnten in diesem Fall als Drittstaatenpartner an Horizon 2020 teilnehmen und erhielten nationale Fördermittel. Hierdurch wären (laufende) EU-Verbundprojekte, bei denen der Partner aus dem Vereinigten Königreich zu den erforderlichen drei Mindestpartnern aus der EU zählt, nicht mehr förderfähig. Gleiches gilt für (laufende) Mono-Beneficiary-Projekte des ERC oder der Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen.

Das UK Department for Business, Energy and Industrial Strategy hat eine eigene Mailadresse für Fragen und Probleme rund um die britische Teilnahme an Horizon 2020 eingerichtet (research@beis.gov.uk). Dieser Service richtet sich ausdrücklich auch an Einrichtungen außerhalb des Vereinigten Königreichs.