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EU-Forschungspolitik

Open Science - Open Innovation - Open to the world

Im Sommer 2015 hat EU-Forschungskommissar Carlos Moedas die strategischen Prioritäten seiner politischen Agenda vorgestellt: „Open science, Open innovation, Open to the world“.

Open Science

Open Science bezieht sich auf die Möglichkeiten und Auswirkungen digitaler/webbasierter Technologien in der Forschung mit der Absicht, alle Bestandteile des wissenschaftlichen Prozesses möglichst offen zugänglich, nachvollziehbar und nachnutzbar zu gestalten. Damit sollen der Wissenschaft selbst, aber auch Unternehmen sowie der Gesellschaft neue Möglichkeiten bei der Gewinnung und Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse eröffnet werden, beispielsweise durch eine verbesserte Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen sowie einen leichteren Erkenntnistransfer im Innovationsbereich. „Open Science“ umfasst ein breites Spektrum von Handlungsfeldern. Über den freien Zugang zu Publikationen (Open Access) und die Erleichterung des Zugangs zu Forschungsdaten hinaus zählen dazu z. B. auch die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Bewertungsverfahren, die Förderung professioneller Expertise im Umgang mit Forschungsdaten sowie die Einbindung der Gesellschaft in den Forschungsprozess („Citizen Science“).

  • Open Access: Eine offene Wissenschaft beruht insbesondere auf dem ungehinderten Zugang (Open Access) zu wissenschaftlichen Erkenntnissen (Forschungspublikationen) und Forschungsdaten. Die EU-Kommission unterstützt dies durch eine Open Access-Publikationspflicht in den durch HORIZON 2020-geförderten Projekten sowie durch den grundsätzlichen Ansatz (mit Opt-out-Option), publikationsrelevante Forschungsdaten aus HORIZON 2020-geförderten Projekten für eine Nachnutzung verfügbar zu machen.

  • European Open Science Cloud: Ein zentrales Vorhaben der EU-Kommission zur optimalen Nutzung der Digitalisierungsmöglichkeiten im Forschungsbereich ist der Aufbau einer European Open Science Cloud (EOSC). Dabei geht es primär um eine Verknüpfung von (bestehenden) Forschungsdateninfrastrukturen in Europa mit dem Ziel, einen standortunabhängigen Austausch bzw. die Analyse von Forschungsdaten in sog. virtuellen Forschungsumgebungen zu ermöglichen. Die EOSC ist Teil der European Cloud Initiative der EU-Kommission, welche zudem auch den Ausbau von Hochleistungsrechnerkapazitäten sowie entsprechenden Datenübertragungsnetzen und Speichersystemen vorsieht.

  • Open Science Policy Platform: Zur Abstimmung ihrer „Open Science-“Aktivitäten mit den betroffenen Akteuren aus Wissenschaft und Gesellschaft hat die EU-Kommission im Mai 2016 eine Open Science Policy Platform (OSPP) etabliert, deren Mitglieder unterschiedlichste Interessengruppen (u.a. Wissenschaftsorganisationen, Hochschulen, Bibliotheken, Verlage) repräsentieren.