teaser

Antrag & Projekt

Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV)

Die EWIV ist die erste, dem europäischen Recht unterstehende Unternehmensform, aufgrund derer wirtschaftliche Interessen verfolgt werden können.

Am 25. Juli 1985 hat der Rat die EWG-Verordnung Nr. 2137/85 über die Schaffung einer Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung (englisch: EEIG, französisch: GEIE) verabschiedet und eine neue supranationale Unternehmensform zur Verfügung gestellt, die es vor allem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) erleichtern soll, in europäischen Förderprojekten zusammenzuarbeiten.

Mögliche Partner von Forschungsprojekten in den Mitgliedstaaten müssen sich in einer EWIV nicht mit der schwierigen Entscheidung auseinandersetzen, welches nationale Rechtssystem als Vertragsgrundlage dienen soll, da der rechtliche Rahmen in etwa gleich bleibt (siehe EWIV-Ausführungsgesetz vom 14.4.1988 in der Fassung vom 22.6.1998).

In der Bundesrepublik Deutschland gilt gem. § 1 EWIV-Ausführungsgesetz die EWIV als Handelsgesellschaft; folglich gilt für die in der BRD ansässige EWIV das nationale Recht analog.

Die EWIV unterscheidet sich von anderen Gesellschaften hauptsächlich durch ihren Zweck. Die EWIV soll ihren Mitgliedern helfen, ihre eigenen Betätigungsfelder zu entwickeln oder zu verbessern. So kann eine EWIV dazu benutzt werden, bestimmte gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln, die für das einzelne Mitglied zu teuer wären, um auf diese Weise seine Effizienz zu steigern. Wegen dieses Hilfscharakters muss die Tätigkeit der EWIV mit der wirtschaftlichen Tätigkeit ihrer Mitglieder verknüpft sein. Hat auch die EWIV selbst keinen Gewinncharakter, so kann sie doch zum wirtschaftlichen Ergebnis ihrer Mitglieder beitragen.

Nicht nur KMU, sondern grundsätzlich alle Unternehmen oder Firmen und alle öffentlich-rechtlichen oder privat-rechtlichen Einrichtungen können Mitglied einer EWIV sein und durch strategische Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg ihre Wettbewerbsstellung verbessern.