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Antrag & Projekt

Konsortialvertrag

Bereits im 6. Forschungsrahmenprogramm (6. RP) hat die Europäische Kommission den Konsortien erhöhte Flexibilität im Projektmanagement eingeräumt und damit ein großes Maß an Verantwortung auf die einzelnen Projektteilnehmer übertragen. Das 7. RP setzt diesen Trend fort. Für die Konsortien und insbesondere die Projektkoordinatoren bedeutet dieses neben mehr Flexibilität auch hohe Anforderungen an das Management der Teilnehmer und Projektaufgaben. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Harmonisierung der verschiedenen Interessen und Zielsetzungen der beteiligten Personen und Institutionen dar.

Der Konsortialvertrag ("Consortium Agreement") als rechtliche Vereinbarung der Projektpartner untereinander hilft, das Potential für Konflikte wesentlich zu verringern oder diese von vorneherein zu vermeiden. War der Abschluss einer Konsortialvereinbarung im 6. RP nur für die großen Projekte verpflichtend, ist dieser im 7. RP für Projektteilnehmer sämtlicher Förderformen verbindlich, sofern in den jeweiligen Ausschreibungen nichts anderes vorgesehen ist.

Der Konsortialvertrag regelt ausschließlich das Verhältnis der Teilnehmer untereinander; die Europäische Kommission ist kein Vertragspartner dieser Vereinbarung. Die rechtlichen Vorgaben, die das Verhältnis zwischen dem Konsortium und der Kommission regeln, gibt die Finanzhilfevereinbarung (Grant Agreement) vor. Diese steht hierarchisch über dem Konsortialvertrag, so dass die Regelungen der Finanzhilfevereinbarung in jedem Fall Vorrang haben, der Konsortialvertrag jedoch weitere und vertiefende Bereiche abdeckt.