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Antrag & Projekt

Beteiligung

In den Arbeitsprogrammen sowie den Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen wird, je nach Projekttyp, eine Mindestteilnehmerzahl je Projekt festgelegt.

Grundsätzlich müssen mindestens drei unabhängige, in drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten oder Assoziierten Staaten ansässige Rechtspersonen ein Konsortium bilden. Bei manchen Projekttypen werden zusätzliche Bedingungen hinsichtlich der Art und Anzahl der Teilnehmer bestimmt, z.B. bei so genannten „joint calls“ mit Drittstaaten.

Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen (CSA) können unter Umständen auch von einer einzigen Rechtsperson durchgeführt werden. Abweichende Regelungen gibt es auch bei Marie Skłodowska Curie Projekten, insbesondere den Individual Fellowships, außerdem bei ERC-Projekten, bei denen in der Regel der Principal Investigator mit einer Gasteinrichtung den Antrag stellt.

Förderquoten

In Horizon 2020 gibt es nur noch eine Förderquote je Projekt. Die jeweils geltende Förderquote wird in der Ausschreibung mit angegeben. Für Research & Innovation Actions, Coordination & Support Actions sowie ERC-Projekte gilt eine einheitliche maximale Förderquote von 100% der gesamten förderfähigen Kosten. Bei Innovation Actions sowie Programme Cofund Actions gilt hingegen eine maximale Förderquote von 70% der gesamten förderfähigen Kosten. Gemeinnützige Rechtspersonen erhalten jedoch auch in diesen Projekten eine Förderquote von 100%. In allen Projekttypen wird für die indirekten Kosten (Overheads) eine Pauschale von 25% der direkten Kosten gewährt.

Research & Innovation Action, Coordination & Support Action, ERC-Maßnahmen:

  • 100% der gesamten förderfähigen Kosten

  • Indirekte Kosten: 25% der dir. Kosten*

Innovation Action & Programme Cofund Action:

  • 70% der gesamten förderfähigen Kosten

  • (100% für nicht gewinnorientierte Einrichtungen bei Innovation actions)

  • Indirekte Kosten: 25% der dir. Kosten*

* Ohne Kosten für Unteraufträge sowie Kosten für Ressourcen, die von Dritten zur Verfügung gestellt werden und nicht auf dem Gelände des Zuwendungsempfängers eingesetzt werden. 

Auch die gemeinsamen Technologieinitiativen (JTI) folgen weitestgehend diesem Fördermodell. Eine Ausnahme bildet u.a. die JTI ECSEL (Electronic Components and Systems), für die zum Teil abweichende Förderquoten bestehen. Die Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen nutzen die in den Beteiligungsregeln gegebene Möglichkeit, die Finanzhilfe aus Stückkostensätzen zusammenzusetzen.

Registrierung

Jede Organisation, die sich am Forschungsrahmenprogramm beteiligt, muss einmalig im Participant Portal registriert werden. Nach Abschluss der Registrierung erhält die Einrichtung einen Teilnehmercode (Participant Identification Code, PIC). Mit diesem Code kann sich die Einrichtung künftig bei allen Projektteilnahmen registrieren. Jede Organisation muss zudem nach der Registrierung einen „Legal Entity Appointed Representative“ (LEAR) benennen, welcher für die Kommission in allen Angelegenheiten, die den rechtlichen Status oder finanzielle Fragen seiner Einrichtung betreffen, als Ansprechpartner fungiert und der Kommission notwendige Dokumente zur Verfügung stellt. Der LEAR spielt zudem eine wichtige koordinierende Rolle für das elektronische Projektmanagement.