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Der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) des Europäischen Parlaments (EP) hat am Montag, 18. Februar 2008 den Gemeinsamen Standpunkt des Ministerrates zur Gründung des Europäischen Technologieinstituts (EIT) bestätigt. Die Abstimmung des EP über den gemeinsamen Beschluss mit dem Ministerrat ist für die Plenarsitzung im März 2008 angesetzt. Das EIT wird somit voraussichtlich im Sommer 2008 seinen Betrieb aufnehmen können.
Die Organisationsstruktur des EIT soll nach einem Zwei-Ebenen-Modell gestaltet werden: Der Verwaltungsrat (Governing Board) wählt die Mitglieder der Wissens- und Innovationsgemeinschaften (Knowledge and Innovation Communities - KICs) aus und übt eine Kontrollfunktion aus. Die KICs sind Zusammenschlüsse unterschiedlicher Partner, darunter Universitäten, Forschungsinstitutionen, Unternehmen und Behörden. Jede KIC sollte aus mindestens drei Partnerorganisationen in wenigstens zwei verschiedenen Mitgliedstaaten bestehen und mindestens eine Hochschule sowie ein privates Unternehmen einschließen. Abschlüsse der Universitäten, die an einer der KICs beteiligt sind, sollen das Label des EIT ausweisen.
Die ersten zwei bis drei KICs sollen innerhalb von 18 Monaten nach Gründung der EIT, voraussichtlich in den Bereichen Klimawandel, erneuerbare Energien sowie Informations- und Kommunikationstechnologien ausgewählt werden. Weitere KICs sollen nach Verabschiedung der Strategischen Innovationsagenda (SIA) eingerichtet werden. Der Verwaltungsrat muss bis spätestens Mitte 2011 und hierauf weiterhin alle sieben Jahre eine SIA vorlegen, die auf Antrag der Kommission vom EP und Rat angenommen werden muss.
Anfang Februar hat die Europäische Kommission eine vierköpfige Findungskommission aufgestellt, die innerhalb von etwa vier Monaten die 18 Experten für den Verwaltungsrat benennen soll. Daraufhin wird die Entscheidung zum Standort des EIT-Verwaltungsrates getroffen, für den in der ersten Anhörung des Europäischen Parlamentes die Vorschläge Breslau (Polen), Budapest (Ungarn) und München (Deutschland) fielen.
Das Budget des EIT wird auf 2,4 Milliarden EUR für die ersten sechs Jahre geschätzt und soll anteilig aus privaten und öffentlichen Mitteln gestellt werden. Am 18 Dezember 2007 waren das EP und der Ministerrat übereingekommen, den EU-Haushalt 2007-2013 zu revidieren, um neben der Finanzierung für Galileo außerdem 308,7 Millionen EUR aus dem EU-Haushalt für das EIT bereitzustellen.
Weitere Informationen:
http://www.europarl.europa.eu/news/expert/infopress_page/057-21532-049-02-08-909-20080218IPR21531-18-02-2008-2008-false/default_en.htm
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