Auf Initiative des damaligen EU-Forschungskommissars Philippe Busquin schlug die Europäische Kommission im Januar 2000 die Schaffung eines "Europäischen Forschungsraumes" (EFR) vor. Die Vision eines "grenzenlosen Raumes" für die Forschung umfasst die Bündelung von materiellen Ressourcen und Infrastrukturen, die Aktivierung von privaten Investitionen und die Stärkung von Mobilität und Humanressourcen.
Zwei Monate später wurde auf dem EU Gipfel in Lissabon die sog. "Lissabon Strategie" verabschiedet, deren erklärtes Ziel es war, die Europäische Union (EU) bis 2010 zum "wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum in der Welt" zu machen.
In diesem Zusammenhang bekräftigte der Europäische Rat auch das Konzept eines Europäischen Forschungsraums, wodurch der EFR zu einem Pfeiler der "Lissabon-Strategie" wurde. Als weiteres forschungspolitisches Ziel im Kontext der Lissabon-Strategie einigten sich die EU-Mitgliedstaaten im März 2002 in Barcelona außerdem darauf, bis 2010 den Anteil der FuE-Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt der EU von 3% anzustreben.