Am 15. Dezember 2011 hat die Europäische Kommission ihre Mitteilung "Energiefahrplan 2050" vorgestellt. In dem Vorschlag wird aufgezeigt, wie die Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union bis 2050 um 80 % im Vergleich zu 1990 gesenkt werden können.
Unter der Prämisse, dass Energieversorgung und Wettbewerbsfähigkeit nicht beeinträchtigt werden, analysierte die Kommission verschiedene Szenerien zur Dekarbonisierung des Energiesystems und deren Auswirkungen. Durch unterschiedliche Kombination der Maßnahmen Steigerung der Energieeffizienz, Ausbau der erneuerbaren Energien, Nutzung der Kernenergie und Abtrennung und Speicherung von CO2 (CCS) hält die Kommission demnach das Erreichen des Treibhausgasreduktionsziels in 2050 für möglich.
Die Mitteilung soll den Ausgangspunkt für Maßnahmen der Mitgliedstaaten bilden und ein sicheres Investitionsumfeld geschaffen werden. Außerdem sollen auf Grundlage des Energiefahrplans weitere energiepolitische Initiativen auf europäischer Ebene in den nächsten Jahren folgen.