Der Rat der Europäischen Union hat am 6. Dezember 2011 Schlussfolgerungen zu den fünf Initiativen der Gemeinsamen Programmplanung („Joint Programming Initiatives” – JPI) „Healthy and Productive Seas and Oceans”, „The microbial challenge - An emerging threat to human health", „Connecting Climate Knowledge for Europe", „Urban Europe - Global Challenges, Local Solutions" sowie „Water Challenges for a Changing World" verabschiedet.
Der Rat betont hierin, dass die fünf Initiativen die Fragmentierung der Forschungsaktivitäten der Mitgliedstaaten verringern und zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit beitragen werden.
Die an den JPIs beteiligten Mitgliedstaaten werden aufgefordert, die Gemeinsame Programmplanung durch die Entwicklung einer gemeinsamen Vision, die Erarbeitung und Umsetzung gemeinsamer strategischer Forschungsagenden (Strategic Research Agendas) sowie den Aufbau von Managementstrukturen voranzutreiben. Hierbei können die Mitgliedstaaten sowohl auf die „Voluntary Guidelines on Framework Conditions“ als unverbindliches Regelwerk des Joint Programming als auch auf die Expertise der Europäischen Kommission zurückgreifen. Der Rat fordert die Mitgliedstaaten auf, über die Fortschritte in den Joint Programming Initiatives über die Hochrangige Gruppe für die Gemeinsame Programmplanung (GPC) oder das „European Research Area Committee“ (ERAC) an den Rat zu berichten.
Weiterhin wird die Europäische Kommission aufgefordert, die JPIs durch komplementäre Maßnahmen zu unterstützen und eine mögliche weitere Unterstützung zu eruieren. Die Kommission soll den Rat und das Europäische Parlament über Fortschritte und Ergebnisse der JPIs informieren.
Darüber hinaus enthalten die Schlussfolgerungen gesonderte Empfehlungen zu den einzelnen JPIs.
Die fünf Initiativen gehören ebenso wie die bereits im September durch den Rat gelaunchte JPI „More Years, Better Lives“ zur so genannten „zweiten Welle“ der insgesamt zehn JPIs.