Die Europäische Kommission hat eine aktualisierte Fassung des "Leitfadens zur Finanzabwicklung indirekter Maßnahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms" veröffentlicht.
Abgesehen von einer terminologischen Anpassung in Folge des Inkrafttretens des Lissabon-Vertrages wurden hauptsächlich folgende Aktualisierungen und ergänzende Erläuterungen eingeführt:
Aktualisierungen:
- Erläuterungen zur Akzeptanz und zum Gebrauch des Methodenzertifikats für Personal- und indirekte Kosten (CoM) sowie des Methodenzertifikats für Durchschnittspersonalkosten (CoMAv) in Übereinstimmung mit dem kürzlich überarbeiteten Leitfaden zu Audit und Zertifizierung
- Aktualisierung bezüglich der Förderfähigkeit von mit Personalkosten verbundenen direkten Steuern und Sozialabgaben (basierend auf der Kommissionsmitteilung zur Vereinfachung des Einziehungsverfahrens im Rahmen der Umsetzung der Auditstrategie zu den Forschungsrahmenprogrammen)
- Aktualisierte Informationen über den Einsatz von Pauschalen für Unterbringungs- und Aufenthaltskosten
- Aktualisierungen und zusätzliche Erläuterungen hinsichtlich der 20%- und 60%-Pauschalen für indirekte Kosten und der Verlängerung der Anwendung der "Transitional 60%-Flatrate"
- Weitere Details zum Wechsel der Abrechnungsmethode für indirekte Kosten im Allgemeinen
- Aktualisierung aufgrund der Änderung der Finanzhilfevereinbarung vom Dezember 2009: öffentlichen Einrichtungen, Hochschulen, Forschungsorganisationen und KMUs wird eine 75%-ige Kostenerstattung für FTE-Tätigkeiten und die Beibehaltung der "60%-Transitional-Flatrate" für indirekte Kosten ermöglicht, selbst wenn sich der Rechtsstatus im Laufe des Projektes ändern sollte
- Aktualisierung in der Folge der jüngsten Entwicklungen zur Extrapolation und Vereinfachung des Einziehungsverfahrens im Rahmen von Audits
- Einrichtung von zinsbringenden Konten für Vorfinanzierungen: Ausnahmeregelungen
Ergänzende Erläuterungen:
- Konkretisierung der Regeln zum Einsatz von Wechselkursen
- Erläuterungen zur Unterauftragsvergabe (Auftragsvergabe an Tochtergesellschaften)
- Vereinbarkeit von durch FP 7 geförderten Projekten mit weiteren EU-Förderprogrammen (z.B. CIP, Strukturfonds)
- Korrekturen von in vorhergehenden Perioden angefallenen Kosten: jedwede Kostenanpassung macht die Erstellung eines zusätzlichen Formular C für die Berichtsperiode notwendig, in der die Kostenanpassung aufgetreten ist
- Ergänzende Erklärungen zur Nutzung von Arbeitszeittabellen (Timesheets) und zu Erfordernissen bei der Zeiterfassung generell und im speziellen im Zusammenhang mit Methodenzertifikaten (CoM & CoMAv)
- Informationen zu Förderfähigkeitskriterien für intern abgerechnete Kosten
- Erläuterungen zum "force majeure" Konzept in der Finanzhilfevereinbarung und den daraus resultierenden Konsequenzen
- Definitionen und Fördergrenzen zu Forschung zum Nutzen von CSOs (Civil Society Organisations)